Thomas Schindler

Geboren wurde ich am 26.09.1970 in Dortmund, wo ich auch heute noch wohne. Es muß in etwa zu der Zeit gewesen sein,
als ich in der ersten Klasse der Grundschule war. Den genauen Grund kenne ich nicht mehr, aber irgendwie kam es, das ich mir das Photo-Album meines Vaters aus dem Schrank genommen hatte um darin zu blättern. Und was sah ich da unter anderem ?

Collage 1960
Einige der Modelle meines Vaters und von Vereinskollegen, um 1960.

Das war aufregend für mich! Von diesem interessanten Hobby meines Vaters wusste ich bis dahin nichts.
Ich löcherte ihn mit schier unendlich vielen Fragen und das immer wieder. Während er mir diese genau beantwortete,
wuchs parallel der Wunsch in mir, auch solche Modelle bauen zu wollen; natürlich mit ihm zusammen.

Aufgrund meiner vielen Fragen brachte mein Vater eines Tages einen damals bereits veralteten Graupner-Katalog
von einem Arbeitskollegen mit nach Hause. Man war das spannend! Ich entsinne mich noch heute genau an die kleinen Dieselmotoren, die dort abgebildet waren... Fortan wurde auch die Modellbau-Austellung in Dortmund regelmäßig besucht.

Zu dieser Zeit war mein Vater bereits aus gesundheitlichen Gründen permanent an den Rollstuhl gebunden.
Ein Umstand, der nicht zuletzt dazu beigetragen hat, dass mein Vater sein früheres Hobby nicht wieder aufgegriffen hat.
(Er hat mit seinen Vereinskollegen übrigens damals das Gelände zum fliegen genutzt, auf dem in heutiger Zeit das
Winterfliegen in Melle stattfindet.)

Aber nun gab mein Interesse einen Anlass für ihn, sich wieder mit diesen Dingen aus vergangener Zeit zu beschäftigen.
Zumal er auch immer der Meinung war, das dieses Hobby nicht nur Spaß macht, sondern auch sehr lehrreich ist.

Mein erstes Modell war ein kleines Elektro-Schiffsmodell von Graupner, die Nautic. Es folgten noch weitere Bootstypen,
u.a. kann ich mich an den Maxi-Speed, ebenfalls von Graupner, erinnern.

Dann kam der Wunsch nach dem ersten Flugmodell. Fix eine Tischlerplatte aus Lindenholz auf ein altes Bügelbrett montiert
und los ging es. Nach dem Bau des obligatorischen Freiflugmodells "Kleiner UHU" folgte der erste R/C Segler.
Ich habe dieses erste Flugmodell heute noch. Ein Segler, wiederum von Graupner mit Namen Beta.
Ein (natürlich zu der Zeit!) reiner Balsa-Baukasten, bespannt wurde mit Japan-Papier.

Tom in Willingen

Von da an gab es nur noch Flugmodelle für mich, darunter ASW17, Cirrus75, SuperTiger, Blue Angel ...
Geflogen wurde auf dem Kasernengelände der „Napier Barracks“ in Dortmund. Das war für mich mit dem Fahrrad erreichbar.
Doch mit dem beginnenden Abzug der englischen Truppen wurde der deutsch-englische Verein „DGAMC“ aufgelöst und ohne
Auto in der Familie war kein Modell-Flugplatz mehr für mich mit dem Fahrrad erreichbar.

Zusätzlich verstarb kurze Zeit später mein Vater; viel zu jung und nach langer Krankheit.

Und so wurde mein nächstes Modell dann ein PC mit Intel 8088 CPU. Mein Interesse an Computern wuchs schlagartig.
Modellbau spielte keine Rolle mehr und schließlich wurde das stark aufstrebende IT-Umfeld für mich auch die Basis
meines Berufs – bis heute.

Es ist nun rund 20 Jahre her, das ich mich mit dem Modellbau beschäftigt hatte. Und ausgerechnet durch einen Kontakt
aus der IT Branche (danke Urs), bin ich letztlich nun wieder zu meinem alten Hobby zurückgekehrt. Zusätzlich angespornt
durch einige Wiedereinsteiger in meinem Alter aus unserem Kundenkreis.

Und so bin ich Anfang 2006 zum MFSC Soest e.V. gekommen. Ein prima Verein, in dem viele unterschiedliche Strömungen vorhanden sind. Eine hervorragende Basis, um langsam wieder in das alte Hobby einzusteigen !

Kontakt: thomas.schindler@mfsc-soest.de

Thomas Schindler